Spieglein, Spieglein an der Wand...."WER bin ich"

 

 

Oft besteht ein großer Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung.  Wie sehe ich mich selbst und wie wirke ich mit meinem Verhalten und Auftreten auf andere?

Eine Frage auf die nicht jeder eine Antwort möchte.

 

Heute habe ich einen Artikel im Bereich GfK gelesen, in dem ging es darum das Menschen lügen, um Ihr SELBSTBild zu erhalten. Jemand weiß das er gerne anders wäre, kann aber im Moment nicht aus seiner Haut, alte Gewohnheiten und Muster nicht durchbrechen und handelt daher vielleicht verletzend für andere. Da er aber ein ganz anders Selbstbild von sich hat und das auch gerne erfüllen und aufrechterhalten möchte, baut er seine eigene Wahrheit auf. Nicht bewusst, um andre zu täuschen oder zu verletzen. Sondern um sich sein Bedürfnis nach seinem Selbstbild aufrecht zu erhalten. 

Aus dem gleichen Grund lügen z.B. auch Kinder. Obwohl man gesehen hat das sie z.B. etwas kaputt gemacht haben, sind sie nicht bereit den Fehler zuzugeben. Sie sehen sich selbst nicht als „tollpatschig“ oder gar „zerstörerisch“ an, können sich deshalb mit dem was passiert ist nicht identifizieren und behaupten, es nicht gewesen zu sein. Ein innerlicher starker Wunsch, es nicht gewesen zu sein, zum Erhalt des Selbstbilds.

Bei Kindern hat man noch viel Möglichkeiten und Zeit sie dabei zu begleiten WER sie sind, wer sie sein möchten und wie sie auf andere wirken. Bei Erwachsenen benötigt es immer den eigenen Wunsch es zu erkennen, es sehen zu wollen und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung.

 

Was hindert mich daran, so zu sein, wie ich sein möchte ?

 

Wenn ich also nicht bin, wie ich gerne sein möchte, ist die einzige Frage, die mich weiterbringt: „Was hindert mich daran so zu sein“? Welches Bedürfnis erfülle ich mir mit meinem Verhalten und bringt es mich wirklich da hin, wo ich hinmöchte? Ein unter Umständen steiler und steiniger Weg aber da uns die Kernfrage, WER bin ich und WAS ist meine Aufgabe in diesem Leben, immer wieder beschäftigt ist es sicherlich ein Weg, der sich lohnt.

 

Ein Beispiel von mir das es erklären kann. Ich wäre sehr gerne geduldiger mit meinen Mitmenschen, welche mir häufig in der Arbeit begegnet, die nicht mein „Level“ fahren. Das heißt, es fällt mir schwer damit positiv umzugehen, wenn Menschen ihre sehr eng gesteckten Grenzen deutlich aufzeigen und nicht bereit sind darüber hinaus zu gehen. Ein Verhalten, welches überaus gesund und achtsam ist, seine Grenzen aufzuzeigen und sie auch zu schützen. In meiner Praxis leite ich Menschen genau dazu an. Ihre Grenzen wahrzunehmen, sie zu stärken und zu schützen und nicht mehr darüber hinaus zu gehen.  Soweit also das Fremd- und Eigenbild

Bin ich, so wie ich bin, gut genug ? 

So darf ich mir also die Frage stellen, warum fällt es mir so schwer meine Wertschätzung für die Grenzen von anderen in Bezug auf Leistung und Arbeitseinsatz aufrecht zu erhalten? Bei dieser Selbsthinterfragung durfte ich mir eingestehen, dass es meine eigene Vorstellung, Druck und Leistungsbereitschaft ist, welche mich immer und immer wieder weit über meine Grenzen hinausbringt. Es gelingt mir nicht gut meine Grenzen in Bezug auf Belastbarkeit und Arbeitseinsatz aufzuzeigen und auch mir gegenüber einzuhalten. Aber warum? Tja eigentlich auch wieder ganz einfach und keine schöne Selbsterkenntnis. Aus dem alten Glaubenssatz: „ich bin nicht gut genug, ich bin nicht wertvoll“ heraus, habe ich immer wieder versucht mit besonderer Leistung, mit herausragendem Einsatz, mit übersteigerter Motivation, Anerkennung für mich zu bekomme, um somit meinen Wert zu stärken. Dazu gehörte auch das ich mich „erhöhe“, also über die Leistung von anderer Stelle, um meine noch mehr hervorzuheben

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung 

Wie geht es dann aber weiter, wenn wir bereit sind uns wirklich zu hinterfragen. Die Fremdwahrnehmung anzunehmen und wir den inneren Wunsch haben unser Selbstbild nicht nur zu stärken, sondern tatsächlich auch danach zu leben und zu handeln. Es ist ein Schritt für Schritt vorankommen. Es lässt sich nichts von heute auf morgen verändern, wonach wir womöglich Jahrzehnte lang gelebt haben und was uns in dem Bedürfnis welches wir uns damit erfüllt haben, unterstützt hat. Mein Bedürfnis war Anerkennung, gesehen werden. Meine Erkenntnis, die mich mit meinem Selbstbild versöhnt hatte ist: Ich bin gut genug und ich bin wertvoll und zwar als Mensch und nicht dafür was ich Leiste. Ich darf Fehler machen und ich darf jeden Tag aufs Neue versuchen es besser zu machen.

 

Wie heißt es so schön Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung

Aber nicht besser für die anderen, sondern immer nur besser für uns selbst. Jeden Tag…..Schritt für Schritt…..

 

Familien 1x1 / Belinda Richter

 

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