Sei achtsam mit dir selbst

Die Erfahrung, welche ich vergangenes Wochenende machen durfte haben mich zu dem Blog inspiriert. Ich hatte den Mammutmarsch vor mir, wollte die vollen 100km. War gut vorbereitet, hatte gutes Equipment welches ich ausreichend getestet hatte und schlussendlich auch genau die richtigen Menschen zur Unterstützung an meiner Seite. Trotzdem musste ich bei Km 82 aussteigen! Was war passiert? Im nach hinein betrachtet war es wieder eine Lektion vom Leben für mich selbst. Ich durfte lernen, dass wenn ich nicht achtsam mit mir selbst bin, ich eine Grenze überschreite. Die ganze Geschichte wäre zu lange aber nur so viel, ich hatte 25km lang mit meinem Körper gekämpft, gegen etwas worauf er mich eigentlich sehr früh aufmerksam gemacht hat. Doch ich war unachtsam, hab den Anzeichen nicht genügend Bedeutung geschenkt und habe damit quasi gewartet bis es nicht mehr weiterging. Damit war ich allerdings nicht alleine!

 

Warum sind wir es uns nicht wert?

So geht es aber nicht nur beim Sport, so geht es uns im Leben in vielen Bereichen. Wir sind nicht achtsam genug mit uns und warten damit oft zu lange. Solange bis das Unvermeidliche passiert…bis die Bombe hochgeht. In der Beratung erlebe ich es oft, das Klienten erzählen das Sie ein Satz, eine Geste, ein Blick oder ein fehlendes liebevolles Verhalten des Partners verletzt hat. Auf die Frage, „haben Sie es angesprochen?“ bekomme ich immer ein kleines aber entschiedenes NEIN, zu hören. Selbst bei weiteren nachfragen erklären mir viele noch, „ ach das war doch nur der Moment, ich wollte deswegen nicht gleich eine Diskussion oder so“.  Ein Verhalten, welches aber immer dazu führt unser Grenzen nicht zu wahren, zu der einen kleinen Verletzung noch eine und noch eine und noch eine kleine kommen zu lassen. Solange bis dann wegen einer wirklichen Banalität die Bombe hochgeht und großen, oft irreparablen Schaden anrichtet.

 Gefühle entstehen immer IN uns

Warum aber sind wir nicht achtsamer mit uns selbst.? Warum nehmen wir die kleinen Zeichen nicht ernst? Das unscheinbare Unwohlsein in der Magen oder Herzgegend. Warum fühlen wir uns verletzt, gekränkt, ungesehen, ungeliebt und sprechen es dennoch nicht an? Gefühle kann uns niemand von außen geben, Gefühle entstehen immer in uns selbst. Das heißt man kann sie auch erstmal von außen gar nicht sehen. Erst wenn wir uns öffnen und uns mitteilen. 

Ich halte es in meinem privaten Umfeld gerne so das ich, auch über vermeintliche Kleinigkeiten, reden möchte- denn: 

Gedanken die unausgesprochen bleiben- kann ich nicht verstehen!

Blicke, die nur Fragen aufwerfen – kann ich nicht beantworten – DARUM REDE MIT MIR ! 

Wenn wir den kleinen Wunden keine Beachtung schenken, dann werden sie sich solange vergrößern bis sie so arg schmerzen dass es dann nicht mehr weitergeht. Und wenn Sie dann alles blockieren, brauchen sie sehr lange bis sie verheilen und sie hinterlassen sichtbare Narben. 

Darum, sei achtsam mit dir selbst. Erkenne deine eigenen Grenzen und beginne sie zu beachten.

 

Familien 1x1 / Belinda Richter

 

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